Ein Spielezimmer für die Petrus-Damian-Schule – Hirnforschung zeigt: Klassisches Spielen hilft bei der Entwicklung

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Warburg. In der Petrus-Damian-Schule gibt es jetzt ein Spielezimmer. Finanziert wurde die Ausstattung durch die bundesweite Initiative „Spielen macht Schule“. Die Bildungseinrichtung an der Landfurt hatte ein durchdachtes pädagogisches Konzept eingereicht, in dem Ideen und Vorstellungen rund um ein Spielezimmer dargelegt werden und eine komplette Spielwarenausstattung für ein Spielezimmer gewonnen. Die Initiative „Spielen macht Schule“ fördert so das klassische Spielen an Schulen, denn: Spielen macht schlau! „Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel“, so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer vom Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) Ulm.

An der Petrus-Damian-Schule werden die verschiedenen Spiele im Unterricht und AGs genutzt. Außerdem befindet sich derzeit eine Kooperation mit dem Seniorenzentrum „Sankt Johannes“ im Aufbau. Denn Spiele sind nicht nur für Kinder und Jugendliche gewinnbringend. In der großen Spielespende sind zahlreiche und sehr unterschiedliche Spiele enthalten, sodass für jedes Alter und Interesse etwas dabei ist. So finden sich  etwa eine Märklin-Eisenbahn, programmierbare Roboter und Magnetkugelbahnen und Klassiker wie anderen auch die „Siedler von Catan“, „Das verrückte Labyrinth“ oder „Dobble“.

Weitere Informationen zur Petrus-Damian-Schule und ihre besonderen pädagogischen Konzepte finden Sie unter: www.petrus-damian-schule.de/

Hintergrund: Hirnforschung belegt den Wert des Spielens

  • Hintergrund des Projektes sind Erkenntnisse der modernen Hirnforschung.
  • Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung z.B. durch das Fernsehen.
  • Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei  auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien möchte die Initiative „Spielen macht Schule“ entgegenwirken.
  • In 2019 gab es insgesamt 202 Gewinner in allen 16 Bundesländern. Die Initiative „Spielen macht Schule“ wurde vom Verein „Mehr Zeit für Kinder“ und dem ZNL ins Leben gerufen.
  • Unterstützt wird die Initiative, die in diesem Jahr zum 13. Mal ausgeschrieben wurde, von  den 16 Kultusministerien. Die Spielwaren werden von den Mitgliedsunternehmen des Deutschen Verbands der Spielwarenindustrie e.V. (DVSI) kostenlos zur Verfügung gestellt.
  • Weitere Informationen zur Initiative, den pädagogisch geprüften Spielwaren und  Teilnahmemöglichkeiten gibt es im Internet unter: www.spielen-macht-schule.de.