Abmahnung von Minderleistungen – „Blaue Briefe“

Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) des Landes Nordrhein-Westfalen hat am 24.03.2020 Folgendes verfügt:

Bei derzeit ruhendem Schulbetrieb werden keine Benachrichtigungen wegen einer Versetzungsgefährdung (§50 Absatz 4 SchulG NRW) verschickt. Bereits veschickte Mahnungen werden für unwirksam erklärt werden.

Diese  Mahnungen beziehen sich nur auf Minderleistungen (Note 5/6), die abweichend von Noten des ersten Halbjahres die Versetzung gefährden. Das heißt: Nur in einem einzigen Fach wird eine nicht gemahnte Note (5 oder 6) aus dem zweiten Halbjahr nicht berücksichtigt.

Fächer, welche bereits zum ersten Halbjahr  mit nicht ausreichend als Minderleistungenauf dem Zeugnis erschienen sind, werden bei der Versetzungsentscheidung berücksichtigt.

Wichtig für die Klassen 9 und 10:
Ist mit der Versetzung der Erwerb eines Abschlusses (Hauptschulabschluss nach Klasse 9, Hauptschulabschluss nach Klasse 10, Mittlerer Schulabschluss) verbunden, werden immer alle Minderleistungen (5 oder 6) berücksichtigt